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13 1 18 9 15 0 6 1 18 5 26 0 12 5 23 1 14 4 15 23 19 11 9 Die drei grossen M: Medien, Musik und Modell­bau

Designer, Dozent und Art-Director

Ich verstehe Gestaltung als weit mehr als die Entwicklung schöner Bilder oder funktionierender Layouts. Für mich ist Design eine Form des Denkens, ein Werkzeug, um Zusammenhänge sichtbar zu machen, Geschichten zu erzählen und Menschen zu erreichen. Mich interessiert nicht nur, wie etwas aussieht, sondern vor allem, warum es so aussieht, was es vermittelt und welche Wirkung es entfaltet. Als Designer bewege ich mich zwischen Konzept, Ästhetik und Funktion. Ich suche nach Lösungen, die visuell überzeugen, inhaltlich Sinn ergeben und auch langfristig Bestand haben. Dabei glaube ich nicht an Gestaltung um ihrer selbst willen. Gute Gestaltung entsteht für mich dort, wo eine klare Idee auf handwerkliches Können, Neugier und den Mut trifft, gewohnte Wege zu hinterfragen.

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In meiner Arbeit als Art-Director verbinde ich diese Haltung mit dem Blick für das Ganze. Ich denke in visuellen Systemen, entwickle Ideen weiter und versuche, aus einzelnen Elementen eine stimmige Identität zu formen. Dabei geht es mir nicht darum, meinen persönlichen Stil überall durchzusetzen, sondern die passende visuelle Sprache für eine Aufgabe, eine Marke oder eine Geschichte zu finden. Ich schätze klare Konzepte, starke Ideen und Details, die vielleicht nicht sofort auffallen, aber den Unterschied machen.

Als Dozent nehme ich eine weitere Perspektive ein. Wissen weiterzugeben bedeutet für mich nicht, fertige Antworten zu vermitteln, sondern Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigenen Fragen zu stellen. Ich möchte Neugier wecken, kritisches Denken fördern und dazu ermutigen, den eigenen gestalterischen Standpunkt zu entwickeln. Gerade im kreativen Prozess gibt es selten nur einen richtigen Weg. Umso wichtiger ist es, Entscheidungen begründen zu können, offen für andere Perspektiven zu bleiben und aus Fehlern neue Erkenntnisse zu gewinnen.

«Naivität ist der Brunnen für Kreativität»

(unbekannt)

Auch ich selbst verstehe mich nicht als jemanden, der irgendwann ausgelernt hat. Im Gegenteil: Ich sehe meine Arbeit als einen fortlaufenden Lernprozess. Technologien, visuelle Kulturen und gesellschaftliche Erwartungen verändern sich. Das fordert mich heraus, meine Haltung regelmässig zu überprüfen, Neues auszuprobieren und Bestehendes nicht einfach als gegeben hinzunehmen. Gleichzeitig versuche ich, zwischen dem Reiz des Neuen und dem Wert des Bewährten zu unterscheiden.

Was diese drei Rollen verbindet, ist für mich die Freude daran, Ideen zu entwickeln, Zusammenhänge zu erkennen und Menschen für Gestaltung zu begeistern. Ob ich selbst entwerfe, kreative Prozesse leite oder Wissen vermittle – ich möchte nicht einfach Ergebnisse produzieren, sondern etwas in Bewegung bringen: Gedanken, Perspektiven und Möglichkeiten.

Am Ende geht es mir um eine Gestaltung, die Haltung zeigt, Fragen zulässt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Nicht, weil sie laut sein muss, sondern weil sie etwas zu sagen hat.

Ich und Design

Neben den klassischen Printmedien wie Zeitschriften, Plakate, Programme, Karten und Broschüren, sind seit Beginn 2003 meine Anwendungsgebiete nahezu 100% elektronische Medien mit interaktiven Eigenschaften wie Webseiten oder mobile Apps.

Ich und Modellbau

Seit meinem achten Lebensjahr betreibe ich privat Modellbau und miete sogar dafür extra Räumlichkeiten an. Ich nahm an etlichen Ausstellungen teil und habe erfolgreich über Jahrzehnte ein beachtliches Vermögen dafür ausgegeben, jedoch wie in meinem Beruf als Designer, sehr viel über Geräte, Funktionen von Maschinen, der Technik allgemein, Verwitterungen und Oberflächen sowie über unsere Geschichte lernen dürfen. Ich mache kein Geheimnis daraus: Mein Baustil ist nicht perfekt – und das ist auch gut so. Für mich ist jedes Modell ein neuer Lernprozess, egal wie oft ich ein Motiv schon umgesetzt habe. Meine wahre Leidenschaft liegt darin, Technik und Geschichte durch gezielte Alterung und realistisches Weathering zum Leben zu erwecken.

Der Plastik- oder auch Kunststoffmodellbau ist für mich heute ein Bereich des Modellbaus, in dem ich Modelle vorwiegend aus Polystyrol, aber auch Styrodur und Styropor baue – antriebslose Standmodelle, bei denen das Interesse mehr auf einem hohen Detaillierungsgrad als auf Robustheit oder Funktion liegt. Früher kannte man das auch unter Bezeichnungen wie Studiomodelle für Filmproduktionen, wenn sie ebenfalls animiert sein sollten. Meine Favoriten im Bereich der Hersteller sind Faller, Revell und Italeri, sowohl bei den Bausätzen als auch beim Zubehör wie Kleber, Farben, etc.